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Fotofilme von K Goldt



Maren Lübbke

In den Fotofilmen Karø Goldts ist ihr Interesse an Malerei - das auch den Ausgangspunkt ihres künstlerischen Tuns markiert - deutlich spürbar. Denn mit der digitalen Bearbeitung fotografischen Materials zu Fotofilmen gelingt ihr die Öffnung von Farbräumen, die an das sphärische Farben- und teilweise auch Formenvokabular von Marc Rothko denken lassen.

Der in seiner Formensprache minimalistische Werkkomplex der Künstlerin strahlt gerade in der Reduktion der eingesetzten künstlerischen formalen Ausdrucksmittel ein Maximum an Intensität aus. Durch geschickt gesetzte Schnitte und Rahmungen haben ihre Arbeiten eine enorme Leuchtkraft. Die weitgehend abstrakten Farbräume erinnern entweder nur noch noch im Titel an reale Gegenstände ("lilium", "dahlia" und "ilox" scheinen sich dem jeweiligen Farbenspektrum der im Titel angesprochenen Blüten zu widmen). Oder aber die Gegenstände sind durch ihre shilouettenhafte Darstellung als ein nur noch entferntes Zitat an die wirkliche Wirklichkeit wahrzunehmen ("heliko", "heliocosin", "falcon" und "mir mig men" zeigen jeweils eine bzw. zwei Einstellungen des bevorzugten Objekts der Künstlerin, dem schon fast Fetischcharakter zugesprochen werden kann: einen Helikopter). Trotzdem die Bilder Goldts diesem extremen Abstraktionsprozess unterzogen werden, ist ihnen eine beinahe fühlbare Stofflicheit zueigen. Unterstrichen wird diese Stofflichkeit durch den den Filmen unterlegten Ton. Auch die elektronische Musik folgt einem strengen minimalistischen Ordnungsprinzip; hier wird allerdings kein eigener Klangraum geöffnet, der Ton arbeitet ganz der Farbe zu und unterstreicht damit in idealer Weise, worum es der Künstlerin allein zu gehen scheint: Die Farbe und ihre Wirkmächtigkeit.




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